Mitmachen im Oberschulunterricht – diese Möglichkeit ließen sich Grundschüler/innen der umliegenden Grundschulen und ihre Eltern nicht entgehen und machten sich an einem Samstagvormittag auf den Weg nach Ankum in unsere Schule. Der Einladung zum diesjährigen "Tag des offenen Unterrichts" waren wieder einmal mehr als 300 Gäste gefolgt.
Unsere ganze Schulgemeinschaft hatte sich auf den großen Tag vorbereitet und das Wochenende um einen Tag nach hinten verschoben: An diesem Samstagvormittag begann der Unterricht allerdings ein bisschen später als gewöhnlich. Ab 9:30 Uhr strömten unsere Gäste in Scharen in die Aula, um die offizielle Begrüßung von Schulleiterin Frau Balgenort mit wichtigen Ansagen für den Verlauf des Schnuppertages anzuhören.
Mitmachen im Oberschulunterricht
Flugs wurden die zahlreichen Grundschüler/innen in die Mensa gelotst und dort in Gruppen eingeteilt. In Begleitung von Zehntklässler/innen in Schulshirts machen sich die Gruppen auf den Weg in verschiedene Fach- und Unterrichtsräume, um Schnupperunterricht in typischen Oberschulfächern zu erleben.
Hinschauen, staunen, mitmachen - so lautete die Devise im ganzen Gebäudekomplex, wobei einzelne Klassen oftmals für die Assistenz im Unterrichtsgeschehen mit den jungen Gästen herangezogen wurden.
Ob spannende Experimente in Chemie, Flaschendrehen ("Spin the bottle") in Englisch oder das Toben in Bewegungslandschaften in der Sporthalle - Langeweile kam an diesem besonderen Vormittag nirgendwo auf.
Auch Eltern saßen mal wieder im Unterricht!
Auch für die Eltern öffneten sich die Klassenzimmertüren. Unter der fachkundigen Leitung etlicher Lehrkräfte bewegten sich die Erwachsenen - ebenfalls in Gruppen - durch die Schule. Dabei machten alle zumindest in zwei verschiedenen Fächern eine Stippvisite im laufenden Unterricht und erhielten somit Einblick in den heutigen Schulalltag.
Hinzu kam eine ausgiebige Führung durch das Gebäude mit vielen Erläuterungen zu bewährten Konzepten, dem hohen Digitalisierungsstand sowie zu WPK- und Ganztagsangeboten. Selbstverständlich war das Interesse am Einsatz der iPads und Laptops in den Klassen wie immer besonders groß.
Mittagessen in zwei Schichten
Zur Mittagszeit fanden Kinder und Eltern in der Aula wieder zusammen, um dann gemeinsam ein weiteres Angebot der Schule zu testen: das Essen in der Mensa.
Obwohl die Köchinnen einiges an Andrang und Warteschlangen gewohnt sind, mussten sie auch diesmal ein Menü in zwei Schichten anbieten und hatten alle Hände voll zu tun. Den Gästen schmeckte es offensichtlich, denn überall gab es zufriedene Gesichter und anregende Unterhaltungen.
Auch nach der Mittagspause war keineswegs Schluss.
Wer danach noch nicht genug erfahren hatte, konnte die Gelegenheit nutzen, sich weiter ausgiebig über den Lebensraum August-Benninghaus-Schule zu informieren, gerne auch in Begleitung von auskunftsfreudigen Lehrkräften.
Am Ende überwog bei den vielen Gästen wie auch in den Vorjahren der Respekt vor dem (mutigen) Angebot des offenen Unterrichts, dem (vorbildlichen) Engagement der gesamten Schulgemeinschaft sowie der (fast) reibungslosen Organisation des aufwändigen Schnupperkonzeptes, für das ein kleines Team um Lehrerin Frau Pech alle Register gezogen hatte.
Selbstkritische Evaluation
Das Kollegium der August-Benninghaus-Schule wäre nicht das Kollegium der August-Benninghaus-Schule, wenn nicht sofort wieder selbstkritisch und motiviert Verbesserungsstrategien für das nächste Jahr kommuniziert worden wären. Selbstverständlich wird evaluiert, was am diesjährigen "Schnupperkonzept" gelungen ist und was optimiert werden sollte.
Das große Interesse an der Veranstaltung, die beeindruckend hohe Besucherzahl, aber auch der Einsatz der Schülerschaft und des Kollegiums sorgten dafür, dass alle bestens gelaunt in ein (verschobenes) Wochenende entlassen wurden und sich über einen wohlverdienten unterrichtsfreien Montag freuen dürfen.
Text: Strating
Fotos: Bergmann/Relker/Strating